Rüdiger Reeg: Erinnerte Landschaften
Ölbilder 2009 - 2014

"... am Anfang hab ich versucht, ... Orte zu erzählen, die ich vom Augenschein her gekannt habe. Und dann war es mir unmöglich, mit dem, was ich gekannt habe, weiter zu tun, und hab dann Orte erzählt, die ich überhaupt nicht kannte. Und das war eine große Befreiung… Hervorgegangen aus einer Erinnerung, die ja immer zugleich einen inneren Ort gibt, also sie gibt mir im Inneren einen Ort, und diesen inneren Ort kann ich dann ... bestimmen...", so Peter Handke im Gespräch mit Herbert Gamper in "Aber ich lebe nur von den Zwischenräumen", erschienen im Suhrkamp-Verlag.

Ähnlich gestalten sich die Bilder von Rüdiger Reeg. Sie sind erinnerte Landschaften, die sich durch pastoses Malen der Ölfarbe sinnlich erfahrbar materialisieren. Frei nach Handkes Ausführungen sind auch Rüdiger Reegs erinnerte Orte nicht nur kunstvolle Rückblenden. Vielmehr haben sich daraus eigene Landschaften entwickelt, die sich aus der Erinnerung heraus formen. Vor allem das Meer - insbesondere die Ostsee - ist ein immer wiederkehrendes Motiv. Im dynamischen, intuitiven Pinselduktus verschmelzen die Farben zwischen Himmel, Wasser und Erde. Für den ortskundigen Betrachter schafft Rüdiger Reeg so wiedererkennbare "Nachbarorte".

Aktuelle Ausstellung

Am Freitag, den 13. Juni, um 18 Uhr wird die Ausstellung "Sylt-Usedom-Odenwald" in der Akademie 55plus, Heidelberger Straße 89, 64285 Darmstadt eröffnet. Die Bilder sind bis Ende Juni im Vortragsraum der Akademie zu sehen.

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